Copywriting vs. Content Writing: Unterschiede
Copywriting, Content Writing – klingt fast gleich, sind die Unterschiede tatsächlich so groß? Die Antwort ist ein klares Jein. Tatsächlich gibt es Punkte, an denen die beiden Arten des Textens sich überschneiden. An vielen Stellen jedoch gehen sie weit auseinander. Wir schauen uns das einmal näher an.
Inhaltsverzeichnis
- Definition von Copywriting und Content Writing
- Verschiedene Textarten und ihre Zuordnung
- Die Rolle von SEO
- Tone of Voice
- Die Länge ist kein eindeutiges Zeichen
- Copywriting und Content Writing: Ein Beispiel
- Fazit: Copywriting und Content Writing ergänzen sich
Definition von Copywriting und Content Writing
Um auf die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten von Copywriting und Content Writing eingehen zu können, ist zunächst eine kurze Definition nötig.
Definition: Was ist Copywriting?
Copywriting hat mit Copy & Paste nichts zu tun – die Texte sollten schon unique sein. Copywriting bedeutet schlicht „werbetexten“. Du sprichst mit dieser Art des Textes also ganz direkt die Emotionen deiner Leser an und weckst in ihnen ein Bedürfnis. Copywriting sorgt dafür, dass Konsumenten etwas haben oder erleben möchten. Die Texte wirken unmittelbar und stark, ohne allzu sehr thematisch in die Tiefe zu gehen.
Definition: Was ist ist Content Writing?
Content ist Inhalt. Beim Content Writing lieferst du also Inhalte – du informierst die Leute über das Thema, zu dem sie eine Suchanfrage gestellt oder ein Magazin gekauft haben. Sie erhalten dabei Hintergrundwissen, das aus einem Werbetext nicht hervorgeht. Dieses Wissen arbeitet in den Lesern weiter. Es kann gut sein, dass du sie dadurch dazu bringst, sich noch näher mit dem Thema auseinanderzusetzen – und dann trifft dein Copy-Text zum Thema irgendwann direkt ins Schwarze. Ein klassischer Content-Rahmen ist zum Beispiel ein Blog.

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Verschiedene Textarten und ihre Zuordnung
Bei der Zuordnung von Textgattungen zu Copywriting und Content Writing zeigt sich, dass die beiden Begriffe nicht immer ganz trennscharf sind.
Zu Copywriting gehören ganz klar die folgenden Gattungen:
- Werbeanzeigen
- Flyer
- BroschĂĽren
- Kampagnen fĂĽrs E-Mail-Marketing
- Slogans
- Landingpages
Content Writing hingegen kann die folgenden Textarten umfassen:
- Blogartikel
- Websitetexte
- Whitepaper
- Ratgeber
- E-Books
- Fachbeiträge
- Pressemitteilungen
Bei einigen Texten ist aber nicht von vornherein klar, welcher Gattung sie sich zuordnen lassen. Es hängt dann jeweils davon ab, wie sie verfasst werden. Beispiele sind hier etwa:
- Produkttexte
- Newsletter
- Social Media Posts
In diesen Fällen hängt die Zugehörigkeit davon ab, ob der Beitrag eher überzeugender oder eher informierender Natur ist.

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Content Writing vs Copywriting: Welche Rolle spielen SEO und AEO?
Bei Texten, die online verwendet werden, spielen Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Answer Engine Optimization (AEO, also die Optimierung für KI-Suchen wie ChatGPT & Gemini) natürlich eine Rolle. Allerdings ist die Wichtigkeit beim Copywriting und beim Content Writing unterschiedlich stark gewichtet: Beim Copywriting hast du häufig einen oder einige wenige Begriffe, nach denen Interessierte suchen könnten.
Beim Content Writing solltest du deutlich mehr in die Breite gehen: Hier kannst du neben den Hauptkeywords verschiedene Nebenkeywords, Longtail-Keywords und Fragen zum Thema einbauen. Ein gut geschriebener Content-Beitrag liest sich nicht, als sei er für Suchmaschinen oder Answer Engines verfasst – und doch wird er häufig gefunden oder von ChatGPT & Co. zitiert, weil ganze Wortwolken zum Thema auf natürliche Weise in den Text eingebracht sind. Er nähert sich dem Thema von verschiedenen Seiten aus und beleuchtet es aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dabei deckt er zahlreiche Suchen zum Thema mit einem hohen Volumen ab.
| Info: Das Bereitstellen von gut geschriebenen Informationen zahlt sich aus: Unternehmen, die Blogs betreiben, generieren monatlich 67 Prozent mehr Leads als solche, die das nicht tun! |
Tone of Voice
Die zielgruppengerechte Sprache, die gleichzeitig auch die Sprache der Brand sein muss, ist ein weiteres verbindendes Element zwischen Copywriting und Content Writing: In keinem der Fälle kannst du darauf verzichten. Es ist wichtig, dass eine bestimmte Ansprache und ein Ton für die Unternehmenskommunikation nach außen hin vorgegeben werden: Diesen Ton verbinden die Interessierten dann mit dem Unternehmen.
Verfasst du eine Werbung oder einen Blogbeitrag, der völlig aus diesem Schema fällt, wirkt das befremdlich und unprofessionell. Das heißt nicht, dass es nicht im Zuge eines Re-Brandings auch zu neuen Vorschriften hinsichtlich des Tone of Voice kommen kann! Allerdings sollten die neuen Vorgaben dann zukünftig konsequent umgesetzt werden.

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Die Länge ist kein eindeutiges Zeichen
Zugegeben: Viele Copys sind verhältnismäßig kurz. Knackige Slogans, ein kerniger call to action, eine knapp formulierte Anzeige – das alles deutet doch darauf hin, dass man beim Copywriting kürzere Beiträge verfasst, oder? Das ist aber nicht unbedingt so: Ein Newsletter zum Beispiel kann vollgestopft sein mit verführerischen Angeboten und Werbung. Eine Landingpage kann umfangreich gestaltet sein und dennoch nur das Ziel der Conversion haben.
Umgekehrt musst du beim Content Writing nicht unbedingt in epische Breite gehen: Manche Social Media Posts informieren mit nur ein bis zwei kurzen Sätzen. Und auch manche Pressemitteilung ist kürzer als die eine oder andere Landingpage, die zum Klicken und Kaufen animieren soll.
Copywriting und Content Writing: Beispiele
Die Situation ist folgende: Du besitzt ein Einrichtungshaus und möchtest Möbel und Dekorationselemente im Hygge-Stil verkaufen. Dafür kannst du sowohl Copys als auch Content-Beiträge nutzen.
Du schreibst für deinen Unternehmensblog Beiträge darüber, was Hygge eigentlich ist. Du beschreibst die Herkunft und die vielfältigen Übersetzungsmöglichkeiten. Dann hebst du den Zusammenhang zwischen Hygge einerseits und Glück und Zufriedenheit andererseits hervor. Für den Content trägst du einfach die Informationen zusammen – dass diese durch Begrifflichkeiten wie gemütlich, kuschelig, Entschleunigung etc. bereits positiv konnotiert sind, ist ein netter Nebeneffekt.
Nachdem du das Interesse an und auch eine gewisse Sehnsucht nach Hygge geweckt hast, gehst du mit den Copys einen Schritt weiter: Preise gezielt bestimmte Möbel oder Dekogegenstände an, indem du sie mit den positiven Aspekten aus dem Content Writing verknüpfst. Dann fügst du einen Call-to-Action hinzu. So greifen die beiden Textarten perfekt ineinander: Sie informieren, wecken den Wunsch nach dem Besitz und zeigen den schnellsten Weg dahin an.

Quelle: https://unsplash.com/de/fotos/person-die-einen-laptop-benutzt-und-eine-karte-besitzt-Q59HmzK38eQ
Fazit: Copywriting und Content Writing ergänzen sich
Copywriting und Content Writing haben also beide ihre Funktionen und ihre Existenzberechtigung. Vor allem, wenn du ein Unternehmen hast, solltest du mit beiden Arten des Textens arbeiten, um möglichst viele Menschen von deinen Produkten oder Dienstleistungen zu überzeugen.
Grundsätzlich kannst du dir merken, dass du mit Content Writing Traffic auf deiner Seite bzw. deinen Social Media Accounts generierst und dass du mit Copywriting Conversions erzielst. Hast du keine Zeit oder keine Geduld im Arbeitsalltag, um diese Feinheiten umzusetzen, lege diese Aufgabe am besten in die Hände von Profis: Das typing team hilft dir gern dabei!